Norwegen „Soria Moria“ Rødven Aufenthalte ab Juli 2026

Hier fassen wir die Erlebnisse unserer einzelnen Aufenthalte ab Juli 2026 zusammen.

22.07. – 02.08.2026 – Micha alleine (Renovierungsarbeiten….)

Micha fuhr alleine los mit BMW und Dachbox. Vollgepackt mit Material und Werkzeug, u.a. waren Malerutensilien und Farben, Matratzen und Bettzeug, Scheiben und PistolenKit, Gefriertruhe, Lampen und Teppiche, und viele Kleinigkeiten wie Schlüsseltresor, Handtücher, Stecker und Lebensmittel an Bord. Um 14 Uhr fuhr ich los, durchgeknallt über Brücken in Dänemark, Göteborg, Oslo und dann E6 hoch an Lillehammer vorbei bis Dombas, dann links weg bis Andalsnes und dann ist man fast da. Die Kunst ist, möglichst den Reiseverkehr zu meiden sowie Göteborg und Oslo nicht zum Berufsverkehr, also morgens 7-9 und nachmittags 15-17 Uhr, so wie nachts keine Elche zu rammen auf den ländlich geprägten Strecken. Bei 1450km ist das nicht ganz so einfach. Am besten man fährt nachts und am Samstag/Sonntag, wenn es passt. Brücken mit allen Rabatten das Preisgünstigste trotz hoher Spritpreise, aber auch das Anstrengendste. Einen Vorteil, den man zusätzlich hat, ist das man völlig flexibel an- oder abreisen kann.

Ein Womo bietet den Platz zum Pausieren inkl. Verköstigung, ein BMW nur die Chance den Sitz zurückzuklappen. Nicht mehr so ideal, wenn man über 50 ist. Das musste ich auch um 2 Uhr nachts machen kurz vor Otta auf E6. Um sechse morgens gings weiter, so dass ich um kurz vor 7 in Andalsnes vor dem Bunnpris stand und gleich Brot, Kartoffeln, Eier und Cola einkaufte, volltankte und ab zum Haus zur Renovierung.

Für Rückfahrt war alles präpariert. Eine Woche dauerte Streichen, Fenster einsetzen, alles aufbauen oder rausräumen, und 2 oder 3x mit Schlauchboot raus zum Angeln, das ich zuvor alleine rein- und später auch alleine raustrailerte. Gefangen auch ein paar Seelachse, das erste was in die neue Gefriertruhe kam. 6 Kilo Filet insgesamt, Fisch gegessen natürlich auch, und mitgenommen wird es dann bei nächster Tour mit Sylvie und Ole in drei Wochen.

In den drei Wochen muss Womo verkauft werden, Versicherungsschaden abgerechnet werden und ein passendes größeres Neufahrzeug für zukünftige Fahrten besorgt werden so wie restliche Einkäufe von dem Zeug, was im Haus noch fehlt. Alles hat geklappt, hier und da abends Small Talk beim Drink auf Terrasse mit Mike oder Ralf, bissl Angeln und zurück.

Na ja, dann war da noch die überfällige Vertragsunterzeichnung für das Haus, die zum Glück am letzten Tag vollzogen wurde, mit Kurt, May-Britt und Asbjörn. Unterschieben hat aber Anne selbst als Besitzerin. Mit Vertrag in der Tasche ging es morgens um 5 wieder zurück nach 8 Tagen, diesmal ohne Übernachtung mit zwei kleinen Pausen, 1x Pinkeln, zweite Mal Tanken in Schweden. Leider war Reiseverkehr in Schweden mit Staus, aber um 20 war ich dahemme, hätte also auch 2 Stunden eher sein können. Eine Roedven-Infogruppe bei WhatsApp wurde ebenfalls unsererseits eingerichtet.     

27.08. – 27.09.2026 – gemeinsam mit neuem Van Fiat Ulysse

Wir hatten noch einiges zu transportieren. Mit unserem neuen Van Fiat Ulysse ging es mit der Fähre von Hirtshals nach Larvik. 30% Rabatt gabs als Angebot für die Fährüberfahrt in der Nachsaison und somit lohnt sich diese Variante. Insbesondere ist das neue Fahrzeug noch nicht erprobt und musste eingefahren werden. Eine Matratze, um die Beine mal lang zu machen und die Augen zu erholen, war verbaut, ansonsten voll mit Restmaterial wie Smart Fernseher, Interneteinrichtung mit Kameras und Steuerung, Akkumotorsäge und viel Kleinzeugs wie transparenter Windschutz für Terrasse, weitere Farbe, Hundekörbe, Restangelsachen usw. Diesmal gings um sechs Uhr morgens hoch vier Stunden in Dänemark nach Hirtshals zur Stenaline Fähre 12:45-16:45 ohne Kabine, in 4 Stunden rüber nach Larvik und dann schlappe 600km über E4 und E6 wieder nordwärts zum Haus.

Ein paar kurze Stops für Ole zum Strullen, aber ansonsten ging es durch, so daß wir um halbeins nachts ankamen. Also normaler Rhythmus. Für Ole war es Ok so, nicht so lange Autofahren, sonnige Überfahrt auf Außendeck mit neu kennengelerntem Martin aus Lunden, also bei uns 5 km nebenan, mit Hund Luke, der sogar bei Tierarzt in Friedrichstadt den Manager macht. Also Langeweile kam nicht auf.

Angekommen gings ins Bett, früh raus und Wagen auspacken, und auch das restliche renovieren, Streichen, Umräumen, Anbringen, Austauschen, dann Boot rein, Angeln fertig machen, aber zu zweit geht das alles viel schneller und leichter. Man traf die anderen RødvenCamper, die sich alle so langsam auf die Abreise nach Monaten Aufenthalt vorbereiteten, wir dagegen richteten uns komplett ein. Nun mit großem Fernseher, eigenem Internet, neuen Betten und es ist quasi fertig eingerichtet. Es fehlt nur noch etwas für den Außenbereich und die Bootsfrage, welches Boot denn nun, blieb ungeklärt. Dies wird alles in den kommenden Wintermonaten erledigt sowie versucht, irgendwelche sprachlichen Wissensstände der norwegischen Sprache ins Hirn zu kriegen. Es bleiben ja schließlich lange 5 Monate bis März 27, woher ist ein Wiederkommen nicht vorgesehen.

Wie genau alles läuft, wird sich entwickeln und ist so nicht hervorsehbar. Jedenfalls alles fertig hier vor Ort, uns bleibt noch eine Woche, bevor es mit Trailer zurückgeht, diesmal über die Brücken, denn der muss zum TÜV. Schlauchboot bleibt Vorort zusammengelegt unterm Haus und Motor auf Buggy im Haus auch. Vielleicht kommt ja diesmal die Matratze im Fiat zum Einsatz.

Was haben wir ansonsten gemacht. Wie gewohnt netten Smalltalk mit René und Kerstin, die aber anders als von uns angenommen, schon nach ein paar gemeinsamen Tagen weiter nach Schweden sind.

Sylvie freute sich über ein paar Spaziergänge mit Ben

aber aus gemeinsamen Ausfahrten mit dem Boot von René mit Stefan ist nichts geworden.

Gemütlich die Fenster gestrichen, das Internet mit Kameras sowie Fernseher installiert, Hecke vorne geschnitten und ein paarmal die Inneneinrichtung umgeräumt, bis alles passte. Stefan kam auch für 10 Tage in seinem Traffic vorbei, wurde gemeinsam abends gegessen, gemeinsam gegrillt, einen Schweizer „Hitsch“ und Nachbarn Roland und Doro kennengelernt, die jetzt auch in der Gruppe sind, später tauchte noch Jupp auf.

Bei der ersten Ausfahrt bei uns fing ich nen schönen Pollak und nen Leng. Stefan glaub ich nix. Das blieb dann auch so. Als wir dann auf Seehechte einsteigen wollten, die ich zuvor alleine unterwegs täglich einen gefangen hatte, gelang es Stefan tatsächlich mit dem Messer zum Köderschneiden ein Loch ins Boot zu machen. Wir fahren froh, noch heile zurückzukommen, zwei Kammern waren ziemlich platt. Jedenfalls war dann die erste Reparatur notwendig, was völlig fraglich war, denn eine solche musste ich in 14 Jahren Schlauchboot zum Glück oder war es kein Glück noch nie vornehmen.

Und das mit „uraltem unbenutztem Kleber“, keine Ahnung, ob es überhaupt klappen würde und ob dann überhaupt noch ein Boot zur Verfügung stehen würde. Jedenfalls am folgenden Tag gings los, dann muss die Klebestelle 24 Stunden ruhen, man wird sehen.

Sylvie und ich bleiben ja noch den ganzen September, aber ohne Boot und Fisch reichen ja nicht mal die mitgenommenen Lebensmittel, was für eine Riesenscheiße. Dann darf ich mir nen Mietboot nehmen!? Was für ein Unsinn, da ich mir ja grad im Begriff bin, ein Boot zu kaufen. Am besten nach Hause fahren, ist auch keine wirkliche Alternative.

Den Trocknungstag nutzten wir um alle gemeinsam nach Molde zu fahren, einerseits einkaufen, anderseits beim Bootshandel nach Booten zu schauen.

Ole natürlich auch dabei mit Wagen

War ganz interessant aber wirklich preislich nicht so interessant. Mal sehen, was mit dem Schlauchboot nächsten Tag ist bei Belastungsprobe. Die machte ich erstmal alleine. Bin raus und fing auch gleich kleine Makrele, Boot schien zu halten, na dann kurz vor auf die neunziger und die Makrele zerstückelt und ran ans Seehechtgehänge. Und ich kehrte auch mit einem Seehecht halbe Stunde später zurück.

Am folgenden Tag gings dann vor mit Stefan zum Roms, um Köhler zu fangen, Seehechtangeln war gestrichen, da Stefan weder Gehänge noch geeignete Angel hatte, zumindest in meinen Augen. Bei der zweiten Ausfahrt mit Schlauchboot mit wunderbarem nicht zu übersehenden Flicken vorne gings zum Roms. Ich zog gleich einen 70er Seelachs, zuvor bereits eine Satz Makrelen bei Hinfahrt,

alles gut, doch Stefan hingegen begnügte sich dagegen mit 2 kleinen Köhlern, einem Set Haie und 5 Knurrhähnen, die alle noch schwimmen. Ob ich ihn nun absichtlich zu den falschen Stellen führte oder auch nicht, jedenfalls fing ich zumindest immer mal einen Essbaren, sonst wären wir ja verhungert, er aber nicht, vielleicht Gottes Strafe für die Bootsmisshandlung. Normalerweise hätte ich jeden anderen niemals wieder mit aufs Schlauchboot genommen, wenn‘s nicht Stefan gewesen wäre, aber meine Team- Angelbegeisterung und Motivationskünste hatten natürlich gelitten.

Aber Boot  hält und jetzt die letzten Tage fange ich völlig Ok, meist gehe ich nur auf Seehecht, im Schnitt eine Makrele getauscht gegen eine Seehecht, das ist ok.

Wir fahren jedenfalls mit den 30 Kilo nach Hause, inklusive der Makrelen für Event. Stefan durfte sich den 70er Seelachs jedenfalls für sich filetieren, der Schweizer gab ihm dann auch noch einen großen zum Ende mit. Und Platz für 5 Makrelen für das Event hatte er auch noch zum Mitnehmen.

Ole lebt hier völlig auf, latscht rum und im Haus fühlt er sich auch richtig wohl in seinem Korb, auf dem Sofa aber am liebsten auf der Terrasse in der frischen Luft.

ob das wieder an den Fischmahlzeiten liegt. Sylvie gefällts auch, war aber erst einmal mit raus und da gab es auch keinen Fisch. Einmal gehen wir noch Seehechtangeln, wenn’s Wetter mitspielt.      

Was gab es dann die verbleibenden 2 Wochen noch zu berichten. Wetter blieb durchwachsen mit viel Regen, manchmal 24 Stunden am Stück. Nachbar Roland mit Doro waren beim Kaffee, Kuchen kam von ihnen, er ließ seinen Riesenkescher bei uns fürs nächste Jahr, schenkte mir noch 10l Benzin von gelben Haustypen, und ist auch in der Rødven- WhatsApp Gruppe. Eines Abends wurde es stürmisch mit Regen, da half ich dann Kurt und Asbjörn beim Boote rausbringen, die wir einfach obere Campetage eins nach dem anderen auf Palletten abluden und das nächste rausholten. Alle außen liegenden wurden gesichert.

Jupp mit jüngerem Freund Basti waren die letzten Gäste als Womofahrer, bauten Vorzelt gar nicht auf aufgrund von Wetter, und taten sich recht schwer mit dem Fangen. Trotz acht bis 10 Stunden Schichten waren es wenige große Köhler und eine Handvoll Seehechte plus etwas Leng von mir und auch Makrelen als Köder. Es wurden wohl 20 Kilo zusammen, also nicht so schlecht. Aber der Tank wurde fast täglich gefüllt, auch in der Gruppe ab jetzt. Sie fuhren am Freitag, wir dann am Samstag. Auf der Autobahn überholten wir sie dann auf dem Weg nach Göteborg, da gibt es Bilder „Raser vor uns“.

Dann war noch Asbjörn und May-Britt bei uns zum Kaffee und Winterbesprechung Haus, das war supernett, und es gab Rentier- und Elchwurst sowie einen norwegischen Aquavit. Tags zuvor brachte er mir Lachs rum von einem 15 Kilo Vieh als Filet geschnitten. Der musste genauso eingefroren werden wie der Hirschbraten von René, so daß unsere Einfrierkapizitäten für mitzubringenden Fisch sich deutlich reduzierten. Wir rüsteten sogar den alten grünen Esky um für die Makrelen, das ist nicht ideal und hat geklappt, aber nur weil wir in eins durchgefahren sind bei der Rückfahrt.

Und zwei Angelhighlights gabs auch noch. Und genau in der letzten Woche. Bei rauer See nur kurz vor zur Ecke, da abgedreht, weil zu wellig für Schlauchboot, und um für gar nix Sprit zu vergeuden, einfach eng an Küste zurücktreiben lassen. Pilker schwamm weit davon, rot-schwarz, und bei extremer Strömung spürte ich Gewicht und dachte „Scheißalge“, bis die zweimal zuckte, und dann war unklar, was das sein könnte. Zur Überraschung tauchte ein großer Kalmar/Calamares auf. Beim Reinholen in den Kescher zwei Pumpfluchtversuche mit schwarzer Farbe, doch er landete im Kescher. 80cm und mein erster in Norwegen, den ich gelandet habe. Er wurde zu Calamaresringen verarbeitet und eine Schritt-für-Schritt Videoanleitung für die Gruppe eingestellt, von wegen wie man den essensfertig macht.

Und am nächsten Tag, ich wollte nur noch einen Seehecht fangen, rummst es bei etwa 90m und „wat für ein Bolzen dachte ich“. Die Multi, die Bremse fast auf Anschlag zu, so angelt man auf Seehecht, fing diese mehrfach Fluchten auf von mehr als 15-20m, Rute bog sich dann komplett ins Wasser und ich hatte ordentlich zu tun die Angel festzuhalten. Das Spiel ging circa 15 Minuten, dann gab er nach und kam zögerlich nach oben. 15 m vom Boot entfernt tauchte er auf, ein Leng, mit Luftblase aus dem Maul, groß, ziemlich groß, eigtl. sehr groß.

Zum Boot rangezogen und festgestellt, in den Kescher geht er nicht rein. Gaff nicht an Bord, weil Schlauchboot. Was bleibt – einwickeln in weitere Angeln und damit gesichert nach Hause schleppen. So wurde es gemacht. Am Ufer dann mithilfe von Sylvie und zwei Keschern, eben u.a. der große von Roland, wurde er auf den Steg gezogen. Knappe 1,70m lang aber auch breit und Riesenkopf mit Zähnen. Gewicht um die 40 Kilo würde ich schätzen, konnte ihn nur Sekunden lang halten, dann musste er runter. Die Bilder sprechen für sich. Ein Highlight pro Jahr hätte gelangt. Nun waren es zwei hintereinander weg. Im Jahr zuvor der 1,15m große Köhler, im Jahr davor der Lachs im Freiwasser, das Jahr davor der 1,26m große Dorsch oder das geborgene Schlauchboot oder die unterwassertreibende Reuse.

Mal sehen was die nächsten vier Jahre noch ansteht. Was fehlt ist noch der ganz große Heilbutt und der große Steinbeißer und der große Seeteufel. Mehr hat‘s da oben kaum mehr an Fischsorten. Bis nächstes Jahr, dann mit anderem Boot, größer und Loch ist schwieriger zu machen für Stefan. 

Am vorletzten Tag hatten wir nochmals richtig schönes Wetter zum Abschied und wir konnten alles trocken verpacken. Auch vom Wasser aus sieht unsere Hytte „Soria Moria“ richtig toll aus.       

       Ha det! bis zum nächsten Mal

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